Morphium-Film Blog

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Junger Film aus der alten Welt: Das Atelier Ludwigsburg-Paris

Januar 17th, 2012 by Torben

Das Atelier Ludwigsburg-Paris ist ein einjähriges Weiterbildungsprogramm der Filmakademie Baden-Württemberg (Ludwigsburg), La fémis Paris und der National Film and Television School London für Absolventen von Filmhochschulen und junge Mitarbeiter der Filmindustrie. Also wohl für den größten Teil unserer Leser. Neben der Vermittlung von Know-How, vornehmlich in den Disziplinen Stoffentwicklung, Finanzierung, Produktion, Vertrieb und Marketing, will das Atelier insbesonders die Vernetzung junger europäischer Produzenten und Filmemacher vorantreiben. Ein Unterfangen, das wir für spannend und unterstützenswert halten, würde die Verwirklichung der Idee einer eng miteinander verbundenen “Europäischen Filmwirtschaft” doch ganz neue kreative Möglichkeiten der Umsetzung von Stoffen eröffnen.

Im Anschluss an das theoretische Kursprogramm produziert jeder Jahrgang im Juni/Juli/August in Zweierteams je einen Kurzfilm in Kooperation mit ARTE. Die Shorts aus den Jahren 2007 bis 2010 sind zum größten Teil sehr sehenswert (online zu sehen hier bei Arte Creative). Auf die noch nicht veröffentlichten Arbeiten des Jahres 2011, die unter dem Motto “Morgen ziehen wir um” stehen, darf man noch gespannt sein. Die 2011er Kurzfilme feierten im Oktober ihre Kinopremiere und laufen in Kürze (ab Februar) bei ARTE im TV und ab März 2012 auf Arte Creative.

Bis dahin kann man sich die Zeit gut mit den mehrteiligen Making-ofs zu den Kurzfilmen vertreiben, die zum größten Teil recht interessant gemacht sind. Hier sprechen die Produzenten über ihre persönlichen Erfahrungen, schwierige Egos oder die Kunst der VFX .

Unten findet ihr als Vorgeschmack den schönen “Illusion” von Burhan Qurbani aus dem Jahr 2007, der von einer BVG-Konrolleurin handelt, die ihren geliebten Job verliert und von nun an den Ticketlosen das Leben als Schwarz-Kontrolleurin schwer macht. Nu, c´est la vie. Durch und durch bemitleidenswert.

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Morphium Cuts #13 – Atari Teenage Riot – The Rise of the Machines

Dezember 7th, 2011 by Torben

Mitte bis Ende der 90er haben bestimmt nicht nur André und ich diese Band geliebt. Seine Jugendlieben trägt man ja bekanntlich für immer im Herzen. ATR waren, mit den grandiosen Ec8oR und SHIZUO, der lang gesuchte Missing Link zwischen Punk und Techno. Zentrum des Digital Hardcore. Die Ersten, die nicht nur “zeitgemäße” Musik machten, sondern mit ihren Texten brennende Themen radikal und unerbittlich verarbeiteten – und damit unglaublich erfolgreich waren. Die enorme Strahlkraft dieser Band, ihr Auftreten, die markanten Logos, das futuristische Design… all das ließ sie für mich wie die Anarcho-Guerilla einer mörderischen Zukunft erscheinen, die zu uns zurückgekehrt war, um uns vorzubereiten. The Future of War…

Mein Ärger, 2010 die Reunionshow in Amsterdam verpasst zu haben, verfolg nicht so schnell, wie es für einen übersättigten Berliner eigentlich üblich ist. Er blieb. Umso größer war demnach die Freude über die Möglichkeit, die Band nach 10 Jahren quasi vor der eigenen Haustür wieder live zu sehen. Wir machten uns an die Vorbereitungen. Es galt, diese Show festzuhalten, kam die Band doch diesmal auf dem Zeitstrahl aus einer anderen Richtung: Unserer Vergangenheit. Den Moment der erneuten Kreuzung unserer gegenwärtigen Raum- und Zeitkoordinaten wollten wir bewahren.

Zeitreisen geht selten spurlos an einem vorbei. Wenn nicht gar einen sichtbaren, muss man doch zumindest einen geistigen Reifeprozess in Kauf nehmen, der meist mit einem gesteigerten Sicherheitsbedürfnis einher geht. Festzustellen ist: Die Show war beeindruckend. Alec Empire und Nic Endo Persönlichkeiten, denen man gerne begegnet. Der Sound der neuen Platte eine unüberhörbare Weiterentwicklung. Beim Albumtitel “Is this hyper-real?” dachte ich zuerst an die Platte “Is this real?” der Wipers, die  Hilf- und Machtlosigkeit angesichts des undurchschaubaren Prozesses und der Strukturen des Lebens selbst ausdrückt. Angst und Verzweiflung dominieren diesen Klassiker. Auf auf der neuen Platte von ATR sind diese Gefühle wiederzufinden, wenn auch nur in Nuancen. Bei aller vordergründiger Negation, hinterlassen auch die neuen Tracks ein positives Gefühl, ist deren Essenz: Es ist nicht zu spät. Wo aber in den ATR Booklets früher jede einzelne Textzeile mit gefühlten 38 Ausrufezeichen versehen wurde, steht nun erstmals ein einzelnes Fragezeichen. Neben einem Foto des ungeschminkten Gesichts Nic Endos. Ihre Augen sind geschlossen.

Die  Aspekte, die die Band ihrem Spektrum hinzugefügt hat, machen Sie vielschichtiger, vielleicht auch ein Stück unberechenbarer. Alec Empire wirkt  im Interview nachdenklich. Alles ist mit allem verwoben. Es kommt immer darauf an, wie man die Dinge sieht. Und aus welcher Perspektive.
Die Welt, eine komplexe wie fragile Konstruktion aus Dynamik, Noise und Harmonie, die jederzeit auseinanderbrechen und neu entstehen kann. Für die es sich zu kämpfen lohnt.

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Doku-Spot: townzaun zaunsysteme – O2World

August 6th, 2011 by Torben

Berlin im Jahr 2011. Niemand hat die Absicht, einen Zaun zu errichten. Wirklich niemand? Doch! Ein kleines, aber feines, und darüber hinaus überaus symathisches Familienunternehmen namens townzaun Zaunsysteme, verfolgt genau dieses Ziel, und, beim Teutates, tut es auch! In diesem ganz besonderen Fall, den wir daher mit der Kamera begleiteten, wurde eine solide Doppelstabmattenzaunanlage um die kolossale o2World gezogen. Genau an jenem magischen Ort, wo sonst Metalgötter des Rockolymps wie Iron Maiden und Judas Priest aus ihren schwarzen Backlinern herabsteigen, um anschließend das Publikum in der Arena zu verzücken, errichteten die fleißigen Monteure unseres Kunden einen Zaun, der selbst die Palisaden von Kleinbonum, Barbaorum und Laudanum wie mickrige Streichhölzer erscheinen lässt. Aber das seht ihr euch besser selbst an:

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Drei Mal drinnen und draußen gefilmt und gefeiert

Juni 9th, 2011 by Torben

Zum Ersten: Stoffwechsel Party im K:PAX. 30. April bis 02. Mai 2011. Berlin

Zum Zweiten: Barfuss und Lackschuh. Open Air. Berlin

Zum Dritten: Frühlingszustände. Open Air. Berlin.

To be continued…!

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Ein Wochenende wilder Osten: Mollono.Bass `The Smiling Shaman´

Mai 13th, 2011 by Torben

Ein Musikvideodreh für Mollono.Bass mit einer phantastischen Party auf dem Gelände des Fusion-Festivals, einer Mini-Tour durch Mecklenburg-Vorpommern, verlassenen Bahnhöfen wie aus C’era una volta il West – dass wir uns für ein solches Projekt relativ leicht gewinnen lassen, weiß jeder, der uns kennt.

Auf eine Nacht gnadenlos durchgezogener Partydrehs folgte ein Tag friedliche, vollkommene Ruhe in 17255 Wustrow, die wir Großstadt-Eiligen, in Gesellschaft einiger Schafe und Hühner, drei dicken, fetten Regenwürmern und einem Tatort, in vollen Zügen genossen. Beim nächsten Sonnenaufgang dann eröffnete es sich uns: Oh, Mecklenburg-Vorpommern! In all deiner Tristess liegt doch soviel Ruhe und Schönheit. Mit einigen Eingeborenen machten wir uns daran, den zweiten Part des Drehs in Angriff zu nehmen. Die Augen schmausten wieder.

Leider wollte der echte Schamane nicht lächeln und kam folglich nicht ins Video. Er ist ein Hund. Ein, so sagte man uns, sonst ständig lächelnder Hund. Die Leute und die Kamera machten ihn an diesem Tag wohl einfach zu wuschig. Wie dem auch sei, das Video zu dem wunderbaren Track ´The Smiling Shaman´ ist fertig und die Sache mit dem Lächeln übernehmen wir jetzt gerne. Wir tun dies froh über das Ergebnis – und wenn wir an das Häuschen mit Garten und die Menschen, die dazugehören, zurückdenken. Quartiert euch da doch auch mal ein, wenn ihr mal genug habt, etwa vom Schlesischen Tor oder der ewigen Frage, woher ihr kommt. Temporäre Einsamkeit mit Freunden. Klare Empfehlung der Morphium Filmcrew. Vielen Dank an alle Beteiligten des Drehs, natürlich vor allem die Leute von Acker Records und 3000Grad sowie Setfotografin Suse. Und hier ist es also. Für Molle. Für euch. Für uns. Allen: Viel Vergnügen!

Mehr fürs Auge: Typen hüpfen und tanzen mit Kameras durch Wald und Flur – Setfotos vom 2. Drehtag  auf Flickr. Klick the Pic.

Mollono.Bass ´The Smiling Shaman´ Musikvideo Setfotos


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