DIY Texturen
Schon im letzten Jahr haben wir für die Crew von K37 mit großem Enthusiasmus an digitalen Effekten für das Projekt Hotel Believe gebastelt. Ein sehenswerter Trailer für ein überaschend frisches, außergewöhnliches Projekt ist entstanden.
Auch anderen hat die Idee einer düsteren Show im Stil von Big Brother (sowohl die TV Show als auch der Archetyp 1984) meets Brazil offensichtlich gefallen. So wurde nun im Winter 2009/2010 eine Pilotfolge für die Serie gedreht.
Während der Arbeit an der ca. 1minütigen Opener Sequenz haben wir unter anderem einen Tag mit analogen Experimenten verbracht. So haben wir Texturen erstellt, die als Grundlage maßgeblich den Stil des Intros beeinflussen werden.
Texturen als Masken, oder als Masken für Masken. Als Schwarz/weiß-Matten werden sie in andere Bilder gemischt um natürliche Abnutzung, Kratzer, Unregelmässigkeiten zu erzeugen – interessante Ideen zur Erstellung bringen den gewissen Hauch Echtheit in die Welt der digitalen Gestaltung.
Vieles kann man sicher auch in 3d erstellen oder durch eine Kombination diverser 2d-Effekte erreichen, doch hat uns immer schon die analoge Welt von Papier, Farbe und Bastelarbeiten fasziniert. Eine Tintenpatrone unseres Druckers in kochendes Wasser kippen, oder Tee auflösen und fasziniert auf die enstehenden organischen Strukturen starren. Ölfarbe auf Teller drapieren und Lösungsmittel darüberschütten – mit einem Pinsel verteilen und pusten. Die Wiederentdeckung der VHS Kasette – eben weil sie nicht so sauber und fehlerfrei ihr Bild abbildet.
Eine Idee jagt die nächste: filmen – einspielen – stabilisieren – Sättigung herabsetzen – Kontrast auf Maximum. Der Arbeitsschritt der Mattenerstellung fast spannender als die fertige Introsequenz.
Posted in Allgemein | No Comments »


Flickr/MorphiumFilm
Myspace/MorphiumFilm
YouTube/MorphiumFilm
Del.icio.us/Morphium66
Dass man neben der Filmemacherei auch einen Ausgleich braucht, ist denke ich allen klar. Das aus unserem hausgemachten Bluegrass-Projekt bis jetzt nichts geworden ist, ist schade, aber vielleicht auch gut so. So verbringe ich den Sommer in den Berliner Parks, feiere mit Freunden das gemeinsam aus der Taufe gehobene Stoffwechsel Open Air, das in der kommenden Woche nun auch schon seine sechste Auflage erhält.