FERTIG!
Nach langer und harter Arbeit ist der Imagefilm “AIMT” fertig!
War das ein stressiges Finale! Natürlich musste alles wieder ganz perfekt sein, und dafür auch der Schlaf in den Finaltagen besiegt werden. Letztendlich aber sind wir selbst ein wenig stolz auf das Ergebnis.
Ob zurecht, davon könnt ihr euch ab jetzt in unserem
Portfolio selbst überzeugen.
Um die Fertigstellung gebührend zu feiern, wollen wir euch an dieser Stelle noch einmal einen kurzen Abriss über die entscheidenden Phasen des Projektes geben. Kreative Momentaufnahmen aus dem Entstehungsprozess eines Imagefilms. Ich hoffe, es ist für euch so spannend zu lesen, wie es für mich hin und wieder ist, durch die alten Ordner zu graben, auf der Jagd nach längst vergessenen Storyboards.
Wie so oft, fängt auch hier alles mit dem Anruf einer Agentur an. Roschack + Partner, eine b2b-Agentur aus dem schönen NRW, war überzeugt, in uns den richtigen Partner für eine ungewohnt kreative Umsetzung ihres Konzeptes gefunden zu haben und sendete uns ein kurzes Konzept und ein erstes Storyboard, das als Visualisierung für den Kunden gedacht war.
[mygal=storyboard-roschack]
Darauf machten wir uns selbst daran, aus der noch recht groben Skizze das ausgereifte Konzept für einen Imagefilm zu schreiben. Jede Einstellung und jeder Schnitt musste komplett durchdacht sein, jedes Wort wurde genau abgewägt. Der Film sollte ja nicht nur künstlerischen Gesichtspunkten gerecht werden, sondern auch den Wünschen des Kunden – die Kunst sollte dabei aber nicht zu kurz kommen; der ‘Morphium-Stil’ war schlussendlich ja der Grund, weshalb wir den Auftrag übernommen haben. So stand nach vielen unterschiedlichen Fassungen und tagelanger Arbeit das finale Drehbuch.
[mygal=drehbuch]
Jetzt begann der harte Teil der Arbeit. Das Drehbuch musste analysiert, die wichtigen Aspekte herausgeschrieben werden. Es wurden Character-Sheets angefertigt, um den Darstellern einen Hintergrund für ihre Figur, und den Kostümdesignern einen Anhaltspunkt über ihre Garderobe zu geben. Requisiten wurden katalogisiert und in Requisitenlagern und auf Flohmärkten zusammengesucht. Selbst das Logo für die Farbkartons des Malers musste eigens entworfen werden.
[mygal=set]
Kurz vor Beginn der Dreharbeiten stand schließlich auch das finale Storyboard. Hier gibt es nun bekanntlich unterschiedliche Anschauungen über die Notwendigkeit und Genauigkeit eines solchen. Ich persönlich, gestehe ich, ertrage es nicht, ohne komplett aufgeschlüsseltes Storyboard ans Set zu gehen. Macht euch den Spaß und vergleicht es mit dem fertigen Film. Erst dann wird der Detailwahn deutlich.
[mygal=storyboard-morphium]
Entscheidend für die vielen eifrigen Helfer am Set, die Bühnenbauer, Kameraassistenz und Beleuchter, war ein, dem Storyboard exakt folgendes, Positionsstoryboard, das die Position von Darstellern, Kamera und Dolly verdeutlicht. Im Folgenden ein kurzer Ausschnitt (auf die Länge ist es doch zu langweilig).
[mygal=positionen]
Nach dem Dreh ging die Arbeit zum größten Teil in die Hände des effect supervisors. Während ich als Regisseur mich entspannt dem Schnitt hingeben konnte, um hin und wieder mit Komponist und Sounddesigner zu reden, musste er nicht nur die unterschiedlichen visuellen Vorlieben koordinieren, sondern auch dafür sorgen, dass alles pünktlich fertig würde.
Dabei umfassten die Effekte das gesamte Spektrum des Denkbaren. Neben aufwändigen 3D-Animationen musste stabilisiert und retuschiert werden. Im Compositing mussten Animationen und Realfootage zu einer stimmigen Einheit finden. Die Öl-auf-Glas-Animation, die unsere Hommage an das Analoge darstellt, musste trotz aller Kunst zu einer Ehe mit dem Digitalen finden. Und für alles wurden previews, timings und rendertests angefertigt.
Danke.
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