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Born of Hope

März 4th, 2010 by Thomas

Hollywood wird sterben. Das ist so klar wie nie zuvor. In zwei Jahren spätestens werden ein oder zwei Avatars pro Jahr rauskommen, die das Geld der Industrie verschlingen (die Budgets werden natürlich weiterhin verdoppelt werden, man stelle sich das vor), und der Rest des Marktes wird bestimmt sein von freien, enthusiastischen Projekten, die zwar nicht im Budget, wohl aber im visuellen Erscheinungsbild mit den Blockbustern mithalten können.

Also gut, ich bin ein Fan von Indiefilmen, da müssen die nicht mal besonders originell sein (war Avatar ja auch nicht). Und ich bin ein Fan von Fanfilmen (die können wenigstes gar nicht den Anspruch erheben, originell zu sein). Vor einiger Zeit schon war ich begeistert von ‘The Hunt for Gollum‘, einem LotR-Fanfilm, der es auf den ersten Blick durchaus mit dem Look des Originals aufnehmen konnte (wenn er sich auch auf den 2. Blick als blassere Blaupause entpuppte).

Und irgendwas scheinen die ‘Herr der Ringe’-Fans besser zu machen, als seinerzeit die Treckies (kennt noch jemand die unseligen Raumschiff Highlander-Filme?). Nach ‘The Hunt for Gollum’ ist vor kurzem der zweite ‘Herr der Ringe’-Fanfilm in Spielfilmlänge erschienen. ‘Born of Hope‘ heißt der Streifen, und wieder ist es faszinierend, was mit kleinstem Budget auf die Beine gestellt wurde.


Produziert und inszeniert wurde der Film von Kate Madison, die ihre 10.000 € Eigenkapital durch 20.000 € über Youtube gesammelte Spenden aufstockte, und daneben viele unbezahlte Freiwillige für ihr Projekt begeistern konnte. Klar, dass so etwas nur mit einer existierenden Fanbase und also einem Stoff, der eine loyale Anhängerschaft hat, funktionieren kann. Und auch wenn man sich ein ums andere Mal denkt, dass eine solche visuelle Qualität dem italienischen Rip-Off-Kino der 80er gut zu Gesichte gestanden hätte, und der Film es tatsächlich sogar mit modernen DTV-Fantasy-Produktionen aufnehmen könnte – bei einem solch schmalen Budget ist die Flucht in geklautes Material mit Fanunterstützung oft der einzige Weg, eine gute Referenz zu schaffen.

Und eine Referenz ist ‘Born of Hope geworden. Hat der Film doch sogar die Aufmerksamkeit von Richard Taylor, Effect Supervisor bei Weta (also dem Effekteteam des original LotR), geweckt:

“Amazing stuff. It’s incredible to see what craftsmanship, sensitivity and attention to detail is being brought to bear on this ambitious project. Everything so far looks amazing and I can’t wait to see the finished film.”

Vielleicht sollten wir uns bei unseren Kontakten ja mal an einem WoW-Fanfilm versuchen.

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