Das Atelier Ludwigsburg-Paris ist ein einjähriges Weiterbildungsprogramm der Filmakademie Baden-Württemberg (Ludwigsburg), La fémis Paris und der National Film and Television School London für Absolventen von Filmhochschulen und junge Mitarbeiter der Filmindustrie. Also wohl für den größten Teil unserer Leser. Neben der Vermittlung von Know-How, vornehmlich in den Disziplinen Stoffentwicklung, Finanzierung, Produktion, Vertrieb und Marketing, will das Atelier insbesonders die Vernetzung junger europäischer Produzenten und Filmemacher vorantreiben. Ein Unterfangen, das wir für spannend und unterstützenswert halten, würde die Verwirklichung der Idee einer eng miteinander verbundenen “Europäischen Filmwirtschaft” doch ganz neue kreative Möglichkeiten der Umsetzung von Stoffen eröffnen.
Im Anschluss an das theoretische Kursprogramm produziert jeder Jahrgang im Juni/Juli/August in Zweierteams je einen Kurzfilm in Kooperation mit ARTE. Die Shorts aus den Jahren 2007 bis 2010 sind zum größten Teil sehr sehenswert (online zu sehen hier bei Arte Creative). Auf die noch nicht veröffentlichten Arbeiten des Jahres 2011, die unter dem Motto “Morgen ziehen wir um” stehen, darf man noch gespannt sein. Die 2011er Kurzfilme feierten im Oktober ihre Kinopremiere und laufen in Kürze (ab Februar) bei ARTE im TV und ab März 2012 auf Arte Creative.
Bis dahin kann man sich die Zeit gut mit den mehrteiligen Making-ofs zu den Kurzfilmen vertreiben, die zum größten Teil recht interessant gemacht sind. Hier sprechen die Produzenten über ihre persönlichen Erfahrungen, schwierige Egos oder die Kunst der VFX .
Unten findet ihr als Vorgeschmack den schönen “Illusion” von Burhan Qurbani aus dem Jahr 2007, der von einer BVG-Konrolleurin handelt, die ihren geliebten Job verliert und von nun an den Ticketlosen das Leben als Schwarz-Kontrolleurin schwer macht. Nu, c´est la vie. Durch und durch bemitleidenswert.
Berlin im Jahr 2011. Niemand hat die Absicht, einen Zaun zu errichten. Wirklich niemand? Doch! Ein kleines, aber feines, und darüber hinaus überaus symathisches Familienunternehmen namens townzaun Zaunsysteme, verfolgt genau dieses Ziel, und, beim Teutates, tut es auch! In diesem ganz besonderen Fall, den wir daher mit der Kamera begleiteten, wurde eine solide Doppelstabmattenzaunanlage um die kolossale o2World gezogen. Genau an jenem magischen Ort, wo sonst Metalgötter des Rockolymps wie Iron Maiden und Judas Priest aus ihren schwarzen Backlinern herabsteigen, um anschließend das Publikum in der Arena zu verzücken, errichteten die fleißigen Monteure unseres Kunden einen Zaun, der selbst die Palisaden von Kleinbonum, Barbaorum und Laudanum wie mickrige Streichhölzer erscheinen lässt. Aber das seht ihr euch besser selbst an:
Ein Musikvideodreh für Mollono.Bass mit einer phantastischen Party auf dem Gelände des Fusion-Festivals, einer Mini-Tour durch Mecklenburg-Vorpommern, verlassenen Bahnhöfen wie aus C’era una volta il West – dass wir uns für ein solches Projekt relativ leicht gewinnen lassen, weiß jeder, der uns kennt.
Auf eine Nacht gnadenlos durchgezogener Partydrehs folgte ein Tag friedliche, vollkommene Ruhe in 17255 Wustrow, die wir Großstadt-Eiligen, in Gesellschaft einiger Schafe und Hühner, drei dicken, fetten Regenwürmern und einem Tatort, in vollen Zügen genossen. Beim nächsten Sonnenaufgang dann eröffnete es sich uns: Oh, Mecklenburg-Vorpommern! In all deiner Tristess liegt doch soviel Ruhe und Schönheit. Mit einigen Eingeborenen machten wir uns daran, den zweiten Part des Drehs in Angriff zu nehmen. Die Augen schmausten wieder.
Leider wollte der echte Schamane nicht lächeln und kam folglich nicht ins Video. Er ist ein Hund. Ein, so sagte man uns, sonst ständig lächelnder Hund. Die Leute und die Kamera machten ihn an diesem Tag wohl einfach zu wuschig. Wie dem auch sei, das Video zu dem wunderbaren Track ´The Smiling Shaman´ ist fertig und die Sache mit dem Lächeln übernehmen wir jetzt gerne. Wir tun dies froh über das Ergebnis – und wenn wir an das Häuschen mit Garten und die Menschen, die dazugehören, zurückdenken. Quartiert euch da doch auch mal ein, wenn ihr mal genug habt, etwa vom Schlesischen Tor oder der ewigen Frage, woher ihr kommt. Temporäre Einsamkeit mit Freunden. Klare Empfehlung der Morphium Filmcrew. Vielen Dank an alle Beteiligten des Drehs, natürlich vor allem die Leute von Acker Records und 3000Grad sowie Setfotografin Suse. Und hier ist es also. Für Molle. Für euch. Für uns. Allen: Viel Vergnügen!
Mehr fürs Auge: Typen hüpfen und tanzen mit Kameras durch Wald und Flur – Setfotos vom 2. Drehtag auf Flickr. Klick the Pic.
Es soweit: Bubble Universe 3 ist fertig! Vielen Dank an alle Gäste der offiziellen Premiere und das Team vom 4010 Telekom-Shop in Berlin-Mitte sowie natürlich auch an alle Freunde und Fans, die mit uns anschließend im Morphium Office die zweite rauschende Premierenparty des Abends gefeiert haben!
Nach dem großen Erfolg von Bubble Universe 1 und 2, in denen wir die Themen ‚World of Warcraft‘ und ‚E-Sport‘ zumeist aus Spielersicht behandelt haben, stößt die 3. Staffel unserer Webserie ins Herz des Themengebietes Gaming vor. Mit deutlichem Fokus auf den deutschen Spielemarkt schauen wir den wichtigsten Entwicklern des Landes über die Schulter.
Sten Hübler, Leadgamedesigner von ‚CRYSIS 2‘, lässt uns an der Entwicklung DES Toptitels 2011 teilhaben. Wir sehen die Animatoren bei ihrer ‚bewegenden‘ Arbeit, und bekommen einen Eindruck von der letzten entscheidenden Phase nach der Alphaversion.
Uwe Beneke, Creative Director bei dem Entwickler aus Berlin, zeigt uns die Arbeiten an dem nächsten TripleA-Hit aus Deutschland: SPEC OPS – THE LINE. Hier erfahren wir wissenswertes über Concept-Art, Motion Capturing und die oft unterschätzten Anstrengungen der Spieletester.
Jan Müller-Michaelis, Creative Director und Gamedesigner bei dem Hamburger Entwickler, gibt uns die ersten Details aus dem eigenentwickelten Adventure DEPONIA.
Außerdem begleiten wir in Staffel 3 den Gamedesign-Studenten Marcus, der an der Berliner Hochschule HTW sein erstes Spieleprojekt umsetzt, und bekommen in vielen Interviews mit Experten aus der Branche, wie dem ehemaligen Geschäftsführer des Bundesverbandes G.A.M.E. Stephan Reichart, eine Vorstellung von der Vielfalt der deutschen Entwicklerszene.
Die ersten Folgen der Serie sind bereits online und können hier angesehen werden.
Neue Folgen gibt es jeden Dienstag und Donnerstag auf dem Webserienportal 3min.de