Oscar 2010
Auch wenn die gestrige Oscarnacht etwas ernüchternd war, möchte ich doch noch meine eigene kurze Zusammenfassung in die Runde schmeißen.
Ich muss wohl nicht erwähnen, dass man auch 2 Roboter als Oscarhosts auf die Bühne hätte stellen können, die mit dem Teleprompter interagieren. Besonders nach Hugh Jackmans großartigem Auftritt im letzten Jahr ein wenig entäuschend. Vielleicht werde ich aber auch langsam Oscarmüde – alles erschöpft sich irgendwann, ich geh ja auch nicht mehr auf den Spielplatz.
Trotzdem sind die Oscars für eine weiche Seele wie mich natürlich ein Fest. Mein Highlight war die Reminiszenz an John Hughes, und Matthew Brodericks Kommentar zu ‘Ferris Bueller‘:
“For the last 25 years nearly every day someone comes up to me, taps me on the shoulder, and says – Hey Ferris, is this your day off?”
Edit: das Video wurde von Youtube entfernt. Leider ist es vom Oscar-Channel nicht einzubetten. Also klick hier.
Ein wenig peinlich wirkte die Vorstellung des Horrorgenres in Form eines Filmzusammenschnitts. Klar will man beim Oscar von der neuen Popularität des Genres profitieren, aber nicht nur wirkte das Ganze fehlplaziert und irgendwie sinnlos im Verlauf der Show – das Video wurde auch noch angekündigt von Kristen Stewart und diesem seltsamen Werwolftypen. Ganz ehrlich: ich bin weder Team Edward, noch Team Jacob – ich bin Team “VAMPIRE GLITZERN NICHT!” Und mit Horror hat das Ganze wenig zu tun.
Ansonsten wenig Überraschungen bei den Ergebnissen. Fast ein wenig langweilig über die Länge der Show. Eine kurze Tirade sei mir noch gegönnt zum Thema ‘Best Picture’.
‘The Hurt Locker‘? Ernsthaft? Und dann mehren sich auch noch die Stimmen, die der Academy gratulieren für diese unpolitische Entscheidung, dem ‘Außenseiter’ Vorrang gegenüber dem Blockbuster ‘Avatar’ zu geben. Eine Frau, die ein Irakkriegsdrama dreht – das ist nicht unpolitisch sondern zutiefst amerikanisch und anbiedernd. Und ich bin ein solcher Geek, dass ich Kathryn Bigelow seit ‘Near Dark‘ vergöttere. Soll sie doch den Regieaward nach Hause tragen. Aber ‘Best Picture’ ist eine Auszeichnung für den beeindruckensten, wichtigsten Film des Jahres. Und das ist nun einmal ‘Avatar’. Ein Film, der so nachhaltig unsere Sehgewohnheiten verändert, dass sich das 3D-Kino zur Sucht ausweiten kann, MUSS einfach diesen wichtigsten Award gewinnen. Nachfogende Generationen werden mit Schande auf diese Verleihung schauen!
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Dass man neben der Filmemacherei auch einen Ausgleich braucht, ist denke ich allen klar. Das aus unserem hausgemachten Bluegrass-Projekt bis jetzt nichts geworden ist, ist schade, aber vielleicht auch gut so. So verbringe ich den Sommer in den Berliner Parks, feiere mit Freunden das gemeinsam aus der Taufe gehobene Stoffwechsel Open Air, das in der kommenden Woche nun auch schon seine sechste Auflage erhält.