Morphium-Film Blog

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Die besten Musiknummern aus Horrorfilmen

März 14th, 2009 by Thomas

Whoa, das ist mal ein Titel, was? Als würde ich bewusst die Nische suchen. Aber im Ernst: Seit meinem Halloween-Ausflug in chaotische Filmübersichten ist nicht viel passiert in Richtung Filmschwadronieren, und ich finde es wird Zeit, diese Kategorie auszubauen. Dabei will ich noch gemächlich anfangen – zukünftige Artikel, das verspreche ich, werden noch nischiger.

Als Freund von Horror- und Indiefilmen weiß ich, dass man nicht an alle Filme die gleichen Maßstäbe ansetzen kann. Oskarprämierte Filme mögen in alle Ebenen soviel Geld investieren, dass sie locker interdisziplinär glänzen können. Das geht aber eben nicht mit jedem Budget. Und so muss man sich denn bei den Liebhaberfilmen entsprechend die guten Elemente picken und den Rest mit einem väterlichen Lächeln übersehen. Hier zählt nichts mehr als die Nische – und Musik kann auch einen mittelmäßigen Film zu einem Erlebnis machen.

Musiknummer heißt in diesem Falle – innerszenisch gespielte oder gesungene Songs bis hin zum Musical. Ein Athmosphärenpusher, der im Horrorfilm sträflich vernachlässigt wird. Natürlich auch weil die Grenze zum Komischen leicht zu übertreten ist und das Musical selbst sowieso eine Tradition in der Komödie hat. Dass aber innerszenische Musik gut eingesetzt viel deutlicher das Schauern lehren kann, beweist für mich die fantastische Opern-Kampf-Szene aus ‘Needful Things’ (die ich hier nicht in die Liste aufgenommen habe, weil eben nur eine Platte abgespielt wird – und die doch wohl eines der besten Beispiele ist, wie innerszenische Musik zu Soundtrack wird).

Mein Favorit aber ist die psychotische Musik aus ‘Suicide Club’, die das Chaos des Films unterstützt und die perfekte Mischung aus skurrilem Song, verstörenden Bildern und nervenaufreibender Soundkulisse darstellt.

Da die Fime teilweise nichts für schwache Nerven sind, gibts Videos nach dem Link.

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Halloween-Special #3 – Anthologieserien

Oktober 30th, 2008 by Thomas

Jeder Horrorfan, der es ernst meint mit dem Genre, kommt ins Träumen wenn er Titel wie ‘Alfred Hitchcock presents’ oder ‘Twilight Zone’ hört. Sofort fühlt man sich zurückversetzt in die goldenen Jahrzehnte des Horror- und Science-Fiction-Films. Als plärrende Sprecher von Meteoriten und Portalen in fremde Dimensionen berichteten und surreale bis konfuse Intros den Zuschauer auf eine ganz und gar fremde Welt einstimmten.

Anthologieserien wie ‘Twilight Zone’ und ‘Outer Limits’ haben wenigstens bis vor ein paar Jahren überlebt, aber außer ein paar Innovationen in den 80er Jahren (manche wollen dieses Jahrzehnt ja totschweigen – da seht ihr mal) ist nichts Aufregendes passiert. Und fast könnte man das Gefühl haben, dass die derzeitige Welle von Serials aus den Staaten (im Horrorbereich namentlich zb. ‘Threshold’, ‘4400′ usw) die altmodische Horrorserie verdrängt hat. Dabei gibt es immer wieder fantastische Anthologien, die selten in die Öffentlichkeit drängen, mitunter aber selbst gegenüber Kinofilmen sehr gut bestehen können.

Ich möchte ein paar dieser Serien vorstellen, die aus allen Teilen der Erde stammen (die asiatischen – wie ‘City Horror’ – spare ich an dieser Stelle wegen ihrer Seltenheit aus).

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Halloween-Special #2 – Horrorfilme für Kinder

Oktober 29th, 2008 by Thomas

Mit weit aufgerissenen Augen unter der Bettdecke lesen, um möglichst viel Licht in die Pupillen zu lassen, ist als Kind der Neuzeit passé. Niemand liest ja mehr! Und SchülerVZ am MacBook unter der Decke macht doch irgendwie keinen Sinn.

Da bleibt nur der Blick durch den Wohnzimmertürspalt zum Fernsehnachtprogramm. In der ersten Reihe bleibt die FSK auf der Schwelle, und das 12jährige Kind kann schon die bösen Erwachsenenstreifen erleben. Bei mir war das natürlich Bava, gefolgt von Romero, Peter Jackson und den bösen Asiaten. Schon früh ist dann das Gehirn überfüllt mit Schreckensszenen, der bildhaften Vorstellung von Anatomie und Zweckentfremdung von Gartengeräten.

Gut dass es Filme gibt, die sanft in die Welt einführen und den Bruch von Spongebob zu Nekromantik vermindern.

Horrorfilme für Kinder.
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Halloween-Special #1 – Öl auf Zelluloid

Oktober 28th, 2008 by Thomas

“Mario Bava hat den Farbfilm nicht erfunden, aber er hat ihm Relevanz verliehen.”
Dario Argento

Halloween steht vor der Tür. Das heißt speziell für uns: eine besinnliche Zeit. Wir sind ja bereits mit unserem Hellraiser-Trailer in – zugegebenermaßen damals noch zu große – Horrorstapfen getreten. Daher will ich hier die schöne Schlotterzeit ein wenig würdigen – mit ein paar Beiträgen über das beste Genre der Welt.

Am Anfang wird für mich stets Mario Bava stehen. In jüngsten Jahren und auf der Suche nach dem Trash des Jahrhunderts habe ich in einer ‘Reduziert-Kiste’ meine erste Begegnung mit ihm gehabt. Eine billig hergestellte Videokassette mit einem Katalog-Mannequin auf dem Cover, das mit dem Film nichts zu tun hatte, und mit dem schreienden Titel: “Die drei Gesichter der Furcht”.

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Mockumentary und die Youtube-Generation

Juli 13th, 2008 by Thomas

Bei Morphium Film wird derzeit eifrig an einer Serie für einen Internetfernsehanbieter gearbeitet. Nach mehreren Versuchen, dem Kunden ein originelles Format mit überzeugender Storyline anzubieten, wurde sich nun zunächst darauf geeinigt, eine Teaserstaffel zu produzieren, die auf den zahlreichen das Internet unsicher machenden Fashion Blogs basiert – kein spannendes Serial also, sondern leichte Kost für die Youtube-Generation.

Ungewöhnlich für mich: erstmals sitze ich nur auf dem Stuhl des Cutters, statt Regie zu führen – Morphium produziert hier nicht, sondern ist als Kamera- und Schnittdienstleister tätig. Und ich tue mich wirklich schwer damit, die Sehgewohnheiten der ‘Youtuber’ und ‘Myspacer’ zu verstehen. So streite ich mich schon mal mit dem Regisseur darüber, ob Glowblenden auf Schnitten erlaubt sind, und man wohl Widescreenbalken über ein 4:3 Bild legen darf.

Ein guter Grund, mich einmal näher mit dem Genre der ‘wackelnden Kamera’ zu beschäftigen.

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